Sustainable Procurement Day
Die Fachtagung für nachhaltige Beschaffung
Nächste Durchführung am 17. Juni 2027
Die Fachtagung Nachhaltigkeit im Einkauf von procure.ch bringt die Schweizer Einkaufs-Community rund um nachhaltige Beschaffung zusammen – für inspirierende Impulse, aktuelle Entwicklungen und den persönlichen Austausch auf Augenhöhe. Freue Dich auf ein vielseitiges Programm mit hochkarätigen Referierenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, die praxisnahe Perspektiven zu ESG, Lieferkettenverantwortung, Regulierung und Innovation im Einkauf vermitteln.
Im Zentrum stehen konkrete Umsetzungsansätze, Best Practices und neue Denkansätze, die zeigen, wie nachhaltige Beschaffung im Unternehmensalltag wirkt und Mehrwert schafft. Nutze die Gelegenheit, Dein Netzwerk zu stärken, Erfahrungen auszutauschen und frische Impulse für Deine eigene Praxis mitzunehmen.
Die Anmeldung ist bereits geöffnet – sichere Dir jetzt Deinen Platz.

Rückblick: Sustainable Procurement Day 2026
Am 17. Juni 2026 trafen sich 117 Fachpersonen aus Beschaffung, Nachhaltigkeit und Management in der CKW Stromarena in Emmen zum Sustainable Procurement Day von procure.ch. Die Veranstaltung – moderiert von Matias Braun – zeigte eindrücklich, wie stark das Thema nachhaltige Beschaffung mittlerweile in der Praxis verankert ist.
Gleich zu Beginn stand die Frage im Raum, ob Nachhaltigkeit angesichts geopolitischer Herausforderungen und wirtschaftlichem Druck weiterhin die nötige Aufmerksamkeit erhält. Die rege Teilnahme, die aktive Diskussion und das anhaltend hohe Interesse bis am späten Nachmittag lieferten darauf eine klare Antwort: Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Handlungsfeld.
Inhaltlich spannte die Tagung einen breiten Bogen – von regulatorischen Entwicklungen in der EU und der Schweiz über Fragen der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit bis hin zu konkreten Praxisbeispielen aus Unternehmen und öffentlicher Hand. Deutlich wurde insbesondere, dass nachhaltige Beschaffung kein isoliertes Thema mehr ist. Sie erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und wirkt in nahezu alle Unternehmensbereiche hinein – vom Einkauf über Compliance bis hin zu Strategie und Innovation.
Ein zentrales Element für die erfolgreiche Umsetzung ist ein strukturiertes Vorgehen. Nur wer systematisch Risiken analysiert, klare Prozesse definiert und relevante Daten erhebt, kann Fortschritte messbar machen und regulatorischen Anforderungen gerecht werden. Ansätze wie risikobasierte Lieferantenbewertungen, standardisierte Reporting-Formate oder digitale Tools zur Überwachung von Lieferketten gewinnen entsprechend an Bedeutung.
Mehrere Beiträge zeigten zudem, dass nachhaltige Beschaffung oftmals ein Umdenken erfordert. Bestehende Annahmen und gewachsene Praktiken müssen hinterfragt werden. Dies wurde etwa am Beispiel der SBB deutlich, wo die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nicht nur formale Prozesse, sondern auch neue Perspektiven auf Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfordert. Entscheidend ist dabei der Mut, genauer hinzuschauen und Herausforderungen aktiv anzugehen.
Die zahlreichen Praxisbeispiele – von Industrie über KMU bis hin zur öffentlichen Hand – boten Einblick in unterschiedliche Lösungsansätze: von der Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Beschaffungsprozesse über innovative Geschäftsmodelle bis hin zum Einsatz von Daten und KI zur Risikoanalyse in komplexen Lieferketten.
Neben den fachlichen Impulsen überzeugte die Tagung auch durch den intensiven Austausch. Die hohe Beteiligung des Publikums sowie das lebendige Networking unter den Teilnehmenden zeigten, wie gross das Bedürfnis nach Dialog, Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Weiterentwicklung ist.
Das Fazit: Nachhaltige Beschaffung ist längst Realität – und entwickelt sich zunehmend zu einem integralen Bestandteil moderner Unternehmensführung.
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